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"Tut nix" und "Will nur spielen" unterwegs!

"Tut nix" und "Will nur spielen, wo sind eure Hundeführer?

Freilauf ist ein Privileg- wo bleibt der Abruf von „Tut nix“ und „Will nur spielen“?

Ich weiß diesmal nicht wie ich anfangen soll. Haben dieses Thema doch schon so viele Trainer und auch Hundehalter öffentlich gemacht und diskutiert. Es macht mich ehrlich gesagt stinksauer, dass man dieses Thema immer und immer wieder ansprechen muss. Ich will eigentlich nicht, aber nun muss ich wie so viele vor mir, meinem Ärger einfach Luft machen und versuche es mal höflich zu formulieren:

„Ihr Wildferkelchen! Wie kann es eigentlich sein, dass ihr euren Hund so rücksichtslos durch die Welt laufen lasst? Nein, eure lieben „Tut nixe“ haben keine Schuld!“

Liebe Alle, vor allem die sich hier angesprochen fühlen, lest den Artikel zu Ende, auch wenn es hier und da weh tun sollte!

Ich erlebe es zur Zeit extrem häufig, dass ich in meinen Trainings „Wildferkel Alarm“ habe dh. man ist mit Kundenhund an der Leine unterwegs und selbst auf Bitten und Zurufen, halten es manche Menschen für nicht nötig, auch Ihren Hund an dies Leine zu nehmen. Ich bin wirklich sehr froh, dass es so viele Menschen gibt, die Ihre Hunde so gut sozialisiert haben und die so gut hören, dass man sie frei laufen lassen kann. Eine Frage hätte ich da nur: Warum kann dann dieser Hund nicht aus Höflichkeit abgerufen werden? Und warum, wenn es mit dem Rückruf doch nicht so dolle klappt, läuft der Hund vor allem auf beengten Raum oder gar auf der Straße dann frei? Gerade die Straße ist kein Hundespielplatz! Wo läge denn das Problem das Handy einmal wegzupacken und sich eine Handy freie Zeit zu gönnen, um seinem Hund genug Aufmerksamkeit widmen zu können, um ihn entweder rechtzeitig abzurufen oder gar an einer Schleppleine zu führen?

Mein Appell samt Erklärung an „Tut nix“ und „Will nur spielen“ Halter.

Liebe Mitmenschen von lieben, gut sozialisierten und gehorsamen „Tut nixen“ (was man sich wohl zum Teil auch gerne selbst schön redet), euer ignorantes Verhalten, kann nicht nur euren Hund in Gefahr bringen, sondern ist absolut respektlos gegenüber anderen Hundehaltern, die Ihre Hunde an der Leine führen möchten oder müssen und auch gegenüber Nicht-Hundehaltern. Ihr behindert jeglichen Trainingsfortschritt oder werft jeglichen bereits erreichten Erfolg vielleicht um Monate zurück. Leider seid gerade auch ihr es, die über Hundehalter mit verhaltenskreativen Hunden als Erste lästern, obwohl diese vielleicht seit Monaten versuchen daran etwas zu ändern und dieses Verhalten vielleicht nicht einmal selbst verschuldet haben, sondern dem „schwierigen“ Hund aus dem Tierschutz gerne dennoch ein neues Zuhause schenken möchten.

„Ich solle doch kennzeichnen, dass sich dieser Hund im Training befindet, dann würde man wissen, dass ein Hundekontakt nicht erwünscht ist!“ so mein persönlicher Lieblingsversuch einer Rechtfertigung, warum das Zamperl weder abgerufen, noch angeleint wurde trotz meiner Bitte auf Zuruf darum, gerade das zu tun. Liebe gut gemeinte Ratschlaggeber, das Zeichnen seinen Hund anzuleinen, ist ein angeleinter Hund dem ich begegne, mein Zuruf mit der Bitte darum mein gut gemeinter Ratschlag, spätestens aber ein sich wild gebärdender Hund an der Leine ein deutliches Zeichen, dass kein Kontakt erwünscht ist. Letzteres verpfuscht allerdings schon das Training.

Achtung: Sarkasmus! Besonders witzig ist auch, dass mich manche Menschen sogar schon kennen und freundlich grüßen und trotz mehrfacher Ansage es irgendwie nicht schaffen, an ihrem Verhalten etwas zu ändern. All diese Dinge sagen mir, dass selbst eine Kennzeichnung in Plakatgröße nichts ändern würde, denn hier scheint es um Ignoranz, Respektlosigkeit und Rücksichtslosigkeit zu gehen. Was diese Unverschämtheit demjenigen bringt, habe ich schon mehrfach erfragt, bisher aber noch keine Antworten erhalten. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und vielleicht gibt es hier ja den einen unter euch, der mir hier eine ehrliche Antwort geben kann?

Es ist auch kein Wunder, dass Hundehalter in ein immer schlechteres Bild rücken, denn da gibt es ja auch noch Mitbürger, die keine Hunde haben und sich sogar vor ihnen ängstigen. Ja liebe Hundfans, die gibt es und sie leben mitten unter uns. So mancher Jogger, aber auch Spaziergänger wurde von euch Rüpeln mit euren sozialen Vierbeinern schon damit konfrontiert und nicht jeder kann damit umgehen. Nicht jeder kann damit umgehen, dass ihr euren Liebling freie Jagdspiele auf Jogger und Radfahrer gewährt, dass sich euer Hund selbst die Wurst vom Teller oder vom Grill einer Partygesellschaft an der Isar stehlen muss, dass er seine Pfotenabdrücke auf fremden Handtüchern und Decken hinterlässt, dass er sein Geschäft außerhalb eurer Sichtweite auf jeder erdenklichen Grünfläche hinterlässt und dass er sich sein Kuschelchen gerne auch bei Fremden Menschen abholt.

Ich selbst liebe natürlich Hunde, aber selbst ich kann mit solchem Verhalten seitens des Menschen wenig anfangen. Ausrutscher gibt es, leider sagt es mir meine Erfahrung, dass es sich selten um eben solche handelt, sondern dass es wohl eine Grundeinstellung jener Hundehalter zu sein scheint, seinen geliebten „Will nur spielen“ einfach schalten und walten zu lassen, wie es ihm beliebt. Sei es aus Faulheit, Unwissenheit, Zeitmangel oder Ignoranz solches Verhalten kommt nicht gerade gut an.

Freiheit

Eine Idee oder für mich einzig positiv zu bewertende Erklärung hinter all dem Verhalten könnte für mich der Erhalt der Freiheit sein, den wir über unsere Hunde leben möchten. Gerade in der Stadt, neben Beruf und der Hetzjagd von Termin zu Termin, ist von unserer Freiheit wohl nicht viel übrig geblieben. So fühle auch ich es oft und kann somit den Wunsch danach absolut nachvollziehen. Die Einen erhalten ein Stück Freiheit vielleicht beim Reiten, die anderen beim Sport und eventuell wieder andere mit ihrem Hund, der glücklich und frei durch die Gegend hüpft. Leider, leider, leider…. ist das der absolut falsche Weg sich sein Stückchen Freiheit zu erringen. Im Gegenteil: Wir gefährden unsere Freiheit damit. Gehen wir nämlich nicht verantwortungsvoll mit unserer Freiheit um, werden wir kurz oder langfristig per Gesetzerlass zu Verantwortung gezwungen, was meist mit einem Beschnitt unserer Freiheit einher geht. (Leinenzwang ist in vielen Städten und Gemeinden schon verordnet!)

Mitdenken und umdenken, das ist gefragt!

Wir beschneiden unsere Freiheit nicht durch Höflichkeit und Respekt anderen gegenüber. Auch eine Schleppleine für unseren Hund ist kein Gefängnis. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Viele Hunde befolgen den Rückruf einfach nur deshalb nicht, weil sie von uns nichts Spannendes zu erwarten haben. Wir trotten einfach so dahin, wie wir es leider gewohnt sind zu tun. Unser Hund sucht sich eine andere Beschäftigung und geht seinen Eigenen nach, weil wir schlicht langweilige Partner sind. Wir machen es uns nur selbst gerne einfach. Laufen, Spiel und Spaß würde es ja anstrengender machen.

Lasst euch mehr auf euren Gefährten ein. Bildet ein Team. Legt das Handy beiseite. Legt eure Arbeit, eure Sorgen und sonstigen Gedanken einmal beiseite.

Seid ganz bei eurem „Tut nix“, denn das ist Freiheit.

Auf ein besseres, g’scheid’s Miteinander!

 

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